Interactive Usability

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Freitag, Juli 15, 2005

Online-Videothek...

Es war zu erwarten, dass Google sich wieder einmal etwas neues ausdenkt. Dabei ist die Sache gar nicht mehr so neu, denn Google Video gibt es schon längere Zeit, jetzt aber sind auch endlich ein paar neue Dinge dazu im Netz. Beginnen wir am Anfang... die Einladung an die User-Gemeinschaft beim Video-Service von Google Videos hochzuladen, die gibt es schon sehr lange.

Inzwischen sind im System eine Menge Videos hochgeladen worden, Google lädt ein dies auch in TV-Qualität zu tun und kontrolliert (oder sagt das zumindest) die Inhalte auf Probleme rund um das Copyright.

Seitenbemerkung: Eigentlich sollte also kein urheberrechtlich geschütztes Material auftauchen, irgendwie haben wir es trotzdem geschafft eine ganze Folge Futurama ohne Gebühren zu zahlen anzusehen...


Prinzipiell... geht es aber hier um etwas ganz anderes. Wer jetzt auf video.google.com einen Film sucht wird sehr schnell und sehr häufig fündig. Und statt ein ausgeklügeltes Design mit einem unglaublich uncharmanten Player zu machen, hat Google sich auf sein spartanisches Design zurückdrängen lassen. Man vermisst die schönen Icons und die tollen Werbebanner, die sonst in jedem kommerziellen Projekt zu sehen sind und die wundervolle, prachtvolle Grafik - auch sie wird vermisst.

Google geht also wieder nicht weg von seinen Ursprüngen und tut gut daran. Man findet die Videos und mit dem eigenen Player von Google Video (dzt. nur für Computer mit Direct X 9.0) kann man diese auch im Browser abspielen - völlig uncharmant und völlig ohne Schnickschack. Und was wird wohl das Resultat von Google Video-Service sein? Google Video-Service ist eine definitive Bedrohnung für TV-Sender und Videotheken. Denn das Angebot wird schnell wesentlich grösser sein, als bei allen anderen Video-On-Demand-Diensten und auch als bei allen Videotheken dieser Welt... bleibt also abzuwarten, ob es Medieninhaber oder Rechteverwertungsgesellschaften schaffen hier noch einen Strich durch die Rechnung zu machen. Denn was Google da aufzieht umgeht die Oligopole der TV-Sendeanstalten mit allerhöchter Brutalität und mehr und mehr nistet Google sich in die Wohnzimmer der Nutzer ein.

Bleibt abzuwarten, was die klassischen "Wir setzen den Usern vor, was sie sehen dürfen"-Verwerter zu bieten haben und ob man Google etwas entgegensetzen kann. Interessant vorallem ist, dass Google sich einem Trend nicht verschrieben hat: Den Service gibt es, obwohl das mit weniger Aufwand (und wohl auch weniger Kapazitäten) zu erledigen gewesen wäre... nicht für Musik. Genau dort, wo Apple der Marktführer ist, greift Google auf keiner Front an. Auch die Desktop-Suche hat man nicht auf Apple ins Feld geschickt, dort hat man das Feld der Herstellerfirma mit ihrem Spotlight ganz einfach überlassen.

2 Comments:

Anonymous erwinner said...

Heftige Theorie, wird aber wohl noch ein wenig dauern und wird sicher sehr sehr mühsam in Sachen Rechteklärung. Interessant auch die Bemerkung mit Apple, vor allem im Zusammenhang damit, dass "Google Talk" für Apple-User empfiehlt das Apple-Produkt iChat zu verwenden und keine eigene Konkurrenz zur Apple-Software herausbringt. Da scheinen Allianzen zu existieren...

3:59 nachm.  
Blogger r.oland said...

Gut erkannt... dazu sollte ich gleich etwas schreiben. :) Denn bei genauerem Hinsehen tut sich da noch etwas auf.

11:02 vorm.  

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